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„Occupy Wall Street“ – Auch Karlsruhe beteiligt sich am weltweiten Aktionstag

Karlsruhe ErS/hhs – Die Protestbewegung „Occupy Wall Street“, die sich in den USA gegen die Macht der Banken wendet, erreicht nun auch Europa.
Am Samstag demonstrierten Hunderttausende weltweit und forderten den Einfluss der Finanzindustrie zu begrenzen.
Ob Rom, London oder Berlin überall gingen Menschen auf die Straße, um gegen die Macht der Banken zu protestieren.
Auch in Karlsruhe gab es eine Demonstration, organisiert vom Anarchistischen Netzwerk Südwest.

Die größten Protestaktionen Deutschlands fanden in Frankfurt und Hamburg mit je über 5.000 Teilnehmern,
in Stuttgart mit ungefähr 3.000 Teilnehmern. In Karlsruhe beteilgten sich rund 220 Personen am Protest.

Nach Angaben von Attac gab es in Deutschland Demonstrationen in 50 Städten.
Unter dem Motto „Es ist keine Krise – es ist das System“ startete der Karlsruher Protestzug kurz nach 16 Uhr vom Werderplatz aus zum Friedrichsplatz.
Kritisiert wurden die „radikalen Sparprogramme, die zu Lasten Alleinerziehender, Rentner, Schüler und Studenten, Arbeitsloser und Geringverdiener gehen.“

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Auch in Karlsruhe gingen zum dezentralen Aktionstag gegen die Macht der Banken und der Auswüchse auf dem Finanzmarkt (siehe Politik) Menschen auf die Straße: Rund 250 Demonstranten waren dem Aufruf des „Anarchistischen Netzwerks Südwest“ gefolgt. „Es ist keine Krise – es ist das System“, steht für sie fest. Auf Transparenten forderten sie etwa „Grenzenlose Solidarität statt kapitalistischem Überlebenskampf“ sowie „ein Leben und Lernen in Freiheit“.

Ansatzpunkt für die Demonstration ist die Situation in Griechenland, das „zum Spielball des Finanzsektors“ geworden sei: „Die Proteste der griechischen Bevölkerung gegen das Sparpaket, das faktisch eine Umverteilung der Staatsschulden zu Lasten der Arbeitnehmer, Migranten, Schüler, Studenten und Erwerbslosen bedeutet, ist gerechtfertigt“, stellt ein Netzwerk-Sprecher bereits am Werderplatz klar, ehe sich der Protestzug in Bewegung setzt.

Die lautstarke Ablehnung von Kapitalismus und Nationalismus begleitet den Zug zur Rüppurrer Straße. Unter den schwarzen und schwarz-roten Fahnen haben sich auch diverse weitere Interessengruppen versammelt und fordern beispielsweise die Freilassung politischer Gefangener und einen echten Atomausstieg.

Über den Mendelssohnplatz geht es zum Lidellplatz und über Markgrafen-, Kreuz- und Hebelstraße in die City. Dort kommt der ohnehin stockende Verkehr zum Erliegen: Mehrere Parkhaus-Ausfahrten, die Hebel- und die Erbprinzenstraße werden von der Polizei ein paar Minuten gesperrt, um den Demonstranten den Weg zum Friedrichsplatz zu bahnen, wo die Abschluss-Kundgebung stattfindet.